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33 CMS Tipps - Torben Leuschner im Interview

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Für einen Vergleich der 3 Content Management Systeme TYPO3, WordPress und fokus in erfolgskritischen Bereichen wie SEO haben wir heute 11 Fragen an Torben Leuschner. Aber am besten stellst Du Dich erstmal kurz vor:

 

Erst einmal vielen Dank für das Angebot, unser neues CMS fokus bei Euch zu präsentieren und mit etablierten Systemen zu vergleichen. Dieses Angebot nehmen wir natürlich sehr gerne an. Mein Name ist Torben Leuschner. Ich bin zum einen freier Webentwickler, zum anderen Chefentwickler der Produktgruppe CMS fokus bei der avida websolutions.

 

Unter Leitung meines Partners Florian Petri arbeiten wir beide seit Anfang 2009 aktiv an der Entwicklung eines neuen Content Management Systems. Die Gründe dafür sind ebenso komplex wie simpel: Am Markt der kostenpflichtigen aber auch kostenfreien Systeme fanden wir keines, was unsere Erwartungen zu 100% erfüllte. Und dabei geht es nicht nur um die Realisierbarkeit eines Webprojektes, sondern auch darum, dass der Endkunde effektiv mit der Software arbeiten kann, ohne wochenlange Schulungen besuchen zu müssen.

 

Erst vor kurzem präsentierten wir unser erstes Trailer-Video vom fokus CMS und konnten viel positives und natürlich konstruktives Feedback einsammeln. Am 1. August – also in gut zehn Tagen – möchten wir dann endlich mit der offiziellen Produktwebseite online gehen und unser CMS der breiten Masse präsentieren.

 

1) SEO

In Punkto Suchmaschinenoptimierung sollte ein Content Management System dem Benutzer zur Hand gehen. Das gilt für Einsteiger, die abseits von technischen Spezifikationen eine optimierte Ausgabe erhalten sollten, genauso für professionelle Suchmaschinenoptimierer.

  • Wordpress ist beim Thema Onsite-SEO von Haus aus leider ein echtes Mauerblümchen. Die Title-Tags sind unglücklich strukturiert, ebenso fehlen Eingabefelder für Meta-Description & Co. Sprechende URLs müssen auch erst händisch aktiviert werden und können im Nachhinein nicht mehr so leicht in Struktur & Form verändert werden. Ohne entsprechende Plugins (beispielsweise wpSEO) bleibt die Onsite-Suchmaschinenoptimierung bei Wordpress leider auf der Strecke.
  • TYPO3 bringt viele Einstellmöglichkeiten wie Meta-Description oder –Keywords gleich mit und ist auch von Haus aus mit sprechenden URLs ausgestattet. Allerdings sind viele Einstellungen über verschachtelte Menüs verteilt, so dass der Funktionsumfang nicht gleich ersichtlich wird.
  • Bei fokus haben wir versucht so gut wie alle Onsite-SEO relevanten Einstellmöglichkeiten zu verbauen. Sprechende URLs, semantische h-Überschriften, automatische oder individuelle HTML-Titel, robots.txt, canonical-Tags, sitemap.xml (auch mit Bilder-Indexierung) und die Möglichkeit einzelne oder alle Unterseiten auf noindex umzustellen sind mit an Bord.

 

fokus CMS mit sprachenspezifischen Einstellungen Sprachenspezifische Einstellungen für Titel, Beschreibung, Keywords und Speaking URLs
folus CMS mit integriertem SEO-Bereich Integrierter SEO-Bereich zum Ermitteln der Keyword-Dichte und -Verteilung

 

2) Templating

Unter dem Stichwort „Templating" versteht man die Umwandlung von HTML-Vorlagen in eine für das Content Management System lesbare Datei. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Systemen.

  • Wordpress verfolgt einen Ansatz der sich in der Entwicklergemeinde auf Grund seiner einfachen Syntax einer großen Beliebtheit erfreut. So müssen für die verschiedenen Seitenbereiche wie Navigation, Inhalt oder Sidebar lediglich native PHP-Funktionen eingebaut werden. Diese lassen sich über Parameter in der Ausgabe weiter verfeinern.
  • TYPO3 bietet zwar die umfangreichsten, aber dafür auch den komplexesten Ansatz. Durch den Einsatz einer eigenen Scriptsprache (TypoScript) und einer sehr umfangreichen Extensions-Schnittstelle lassen sich die komplexesten Projekte realisieren. Allerdings muss der Entwickler dafür auch eine eigene „Sprache" lernen.
  • fokus CMS verfolgt den Ansatz von Wordpress. Da wir eine eigene Scriptsprache vermeiden wollten, sind wir bei nativem PHP geblieben. Jegliche Funktionalität lässt sich über optionale Parameter hinreichend anpassen. Bereits mit zwei Dateien und vier Zeilen fokus-Quellcode lässt sich ein einfaches Template mit Navigation & Inhaltsbereich umsetzen.

 

3) Mobile Webseiten

Mobile Webseiten werden immer wichtiger. Ein großer Teil der Zugriffe auf das Internet geschieht bereits über Smartphones oder Tablets. Ein Content Management System sollte also in der Lage sein, Inhalte für verschiedene Endgeräte gesondert auszugeben.

  • TYPO3 ist nach meinem Kenntnisstand noch nicht in der Lage, Templates für mobile Endgeräte out-of-the-box auszugeben. Hier muss man zu einer Drittanbieter-Lösung in Form einer Extension greifen.
  • Ähnlich verhält es sich mit Wordpress. Auch hier ist ein Plugin nötig, um die Ausgabe auf Smartphones und Tablets zu optimieren.
  • fokus kann automatisch mobile Endgeräte erkennen und – sofern vom Entwickler eine oder mehrere Mobil-Templates definiert wurden – die Ausgabe umstellen.

 

4) Formulare

Formulare spielen im Web2.0 immer noch eine essentielle Rolle. Egal ob Gästebücher, Kontaktformulare, Benutzerregistrierungen, Anfrage- oder Bestellsysteme; all diese Funktionen basieren auf den altbekannten HTML-Formularen.

  • TYPO3 verfügt über ein eigenes Inhaltselement für Formulare, welches aber leider mit einigen Einschränkungen versehen ist. So werden Einträge nicht serverseitig validiert, es können keine Benachrichtigungsemails an den Besucher verschickt werden und Einträge können auch in keiner Datenbank gespeichert, geschweige denn verarbeitet werden. Natürlich kann man die Formulare über Extensions erweitern.
  • Da Wordpress von Haus aus nur mit einem einzigen Inhaltselement – dem WYSIWYG-Editor – daherkommt, muss man auch hier Formulare über externe Plugins nachrüsten.
  • fokus verfügt genau wie TYPO3 über ein eigenes Formular-Inhaltselement. Mit diesem lassen sich Einträge validieren, in Datenbanken speichern, per Email versenden und sogar in Form von Benutzern oder Webseiten-Elementen speichern.

 

fokus CMS Formularelemente Formularelemente und Beschriftungen können per Drag&Drop angeordnet werden

 

5) Mehrsprachigkeit

Unternehmen benötigen häufig neben der Internetpräsenz in ihrer Muttersprache noch weitere länderspezifische Inhalte.

  • So lassen sich mit TYPO3 Inhalte in verschiedenen Sprachen hinterlegen. Diese Funktion ist fest ins CMS integriert, die Installation einer Erweiterung ist dazu nicht nötig.
  • Bei Wordpress sucht man diese Möglichkeit leider vergebens. Um die Installation eines Drittanbieter-Plugins wie beispielsweise WPMU kommt man leider nicht herum. Zwar erfüllt diese Software voll und ganz ihren Zweck, doch leidet nach eigener Einschätzung die Usability für Endanwender stark darunter.
  • Bei fokus haben wir uns dazu entschieden, die Mehrsprachigkeit ebenfalls fest im System zu verankern. So lassen sich für verschiedene Sprachen auch verschiedene Strukturen definieren. Auch die Ausgabe des Inhalts kann von Sprache zu Sprache variieren; so kann die deutschsprachige Version ein Begrüßungsvideo aufweisen, während auf der englischsprachigen nur ein Bild zu sehen ist.

 

6) Semantik

Semantik bezeichnet die Beziehung zwischen den Inhalten und deren Ausgabeformen. Bei einer Webseite wäre das zum Beispiel ein h1-Element, welches den Inhalt einer Hauptüberschrift tragen sollte.

  • So findet man bei TYPO3 verschiedene vordefinierte Inhaltsbereiche, mit denen man die Inhalte strukturieren kann. Eine korrekte semantische Aufteilung zwischen verschiedenen HTML-Elementen findet aber leider nicht statt, da diese über den integrierten WYSIWYG-Editor vorgenommen werden muss.
  • Auch Wordpress bietet lediglich einen einzigen WYSIWYG-Editor an. Überschriften jeglicher Größenordnung (h1-h5), Absätze, Zitate, Bilder, Videos oder ganze Galerien müssen darüber eingepflegt werden. Dabei geht oft die Beziehung zwischen den Elementen verloren, so dass man nicht von einer semantisch korrekten HTML-Ausgabe sprechen kann.
  • fokus verfolgt einen anderen Ansatz. Jegliches Element stellt einen eigenen Inhaltsbereich dar. So gibt es beispielsweise Überschriften (h1), Unterüberschriften (h2), Textblöcke (p) oder Zitate (blockquote), deren Inhalte unabhängig voneinander gepflegt und formatiert werden können.

 

7) Flexible Inhalte

Ein CMS sollte bei der Ausgabe von Inhalten möglichst flexibel sein. Denn die einzelnen Unterseiten einer Internetpräsenz verfolgen oft verschiedene Ziele oder sprechen andere Zielgruppen an.

  • TYPO3 bietet hier wohl die größte Flexibilität. Jedoch wird dabei vorausgesetzt, dass man über einen Webentwickler verfügt, der die diversen Bereiche im Voraus integriert und anpasst.
  • Mit den Custom Post Types ist Wordpress schon einen großen Schritt in die Richtung flexible Inhalte gegangen. Allerdings ist es für Endanwender immer noch recht kompliziert, Formulare, Bild-Galerien, Videos oder schlichtweg mehrspaltige Inhalte über den Editor einzufügen.
  • Beim fokus CMS wollten wir unbedingt Lösungen schaffen, um möglichst individuelle Unterseiten zu ermöglichen. So kann man beispielsweise für jegliche Seiten individuelle Templatedateien wählen, in wenigen Sekunden mehrspaltige Layouts anlegen und Inhaltselemente über ein Drag&Drop-Interface jederzeit hinzufügen oder verschieben. Wer es ganz individuell haben möchte, kann über die fokus-Dokumentenklassen HTML-Vorlagen mit Platzhaltern erstellen.

 

fokus CMS mit flexibler Layoutgestaltung Layouts für mehrspaltige Inhalte können mit einem Klick angelegt werden
Ganz wichtig: Trennung von Inhalten und Struktur

 

8) Teamarbeit & Projektkommunikation

Ganz klar: An größeren Webprojekten arbeiten mehrere Autoren und Redakteure. Damit diese sich nicht in die Quere kommen, sollte das CMS die Projektkommunikation managen.

  • TYPO3 verfügt über eine sehr umfassende und komplexe Benutzerverwaltung. So gut wie alle Szenarien (Frontend & Backend) lassen sich hier einstellen und verwalten. Die Komplexität hat aber auch ihren Preis; und zwar auf Kosten der Benutzerfreundlichkeit.
  • Wordpress geht hier einen viel simpleren Weg. Es gibt vordefinierte Rollen (Mitarbeiter, Redakteur, Autor, Administration) mit vorgegebenen Rechten. Die meisten Anwendungsfälle lassen sich damit bereits abdecken, jedoch fehlt eine weitere Unterteilung beispielsweise in Zuständigkeiten.
  • Bei der Rollen- und Rechteverwaltung im fokus CMS sind wir einen Mittelweg zwischen TYPO3 und Wordpress gegangen. Es gibt viele vordefinierte Rechte, die man rollenspezifisch binden kann. Trotzdem kann man auch Zuständigkeitsbereiche für Autoren und Redakteure festlegen, so dass diese nur bestimmte Bereiche der gesamten Webseite bearbeiten dürfen. Des Weiteren nehmen wir das Thema „Projektkommunikation" sehr ernst und haben ein internes Nachrichtensystem sowie einen Lifetalk-Chat direkt ins CMS integriert.

 

fokus CMS Kommunikation intern Internes Nachrichtensystem für schnelle Projektkommunikation

 

9) Benutzeroberfläche

Vor allem Endanwender erwarten eine aufgeräumte und klar strukturierte Oberfläche, um schnell mit dem CMS erste Erfolge erzielen zu können.

  • Hier hat TYPO3 wohl die größten Defizite. Da seit der Jahrtausendwende keine revolutionären Änderungen mehr an der Oberfläche vorgenommen wurden, wirkt das System sehr altbacken und unübersichtlich. Viele kleine Icons ohne Beschriftung tragen ihren Anteil dazu bei.
  • Wordpress hingegen wird oft wegen seiner smarten Oberfläche und kurzen Einarbeitungszeit gelobt. Die Oberfläche ist aufgeräumt und klar strukturiert. An einigen Stellen merkt man jedoch, dass Wordpress mehr ein Blogging-System als ein klassisches CMS ist.
  • Die Entwicklung des fokus CMS startet im Jahr 2008 und somit konnten wir bei der Backend-Entwicklung natürlich einen anderen technischen Maßstab zu Grunde legen als es noch vor zehn Jahren möglich gewesen wäre. Die gesamte Bedienung des CMS erfordert kein einziges Neuladen der gesamten Seite und erinnert dank der Fenstertechnologie mehr an moderne Desktop-Anwendungen als an klassische Webportale.

 

fokus CMS Backend Aufgeräumtes, strukturiertes Backend erleichtert das Content Management

 

10) Automatische Backups

Bei unseren Recherchen zum „perfekten CMS" sind wir oft auf die Anforderung „Backups" gestoßen. Denn Sicherheit ist bei vielen Anwendern zum Glück bereits ein wichtiges Thema. Das CMS sollte dem Benutzer auch hier unter die Arme greifen und Backups im Idealfall automatisieren.

  • TYPO3 ist leider out-of-the-box nicht in der Lage, automatisiert Backups zu erstellen. Hier stehen aber wieder einige Extensions zur Verfügung um diese Funktionalität nachzurüsten.
  • Auch bei Wordpress ist dies der Fall. Ohne Plugin kein Backup.
  • Über das fokus CMS Backend hat man jederzeit die Möglichkeit, sich seine Datenbank als MySQL-Dump zu speichern. Außerdem bieten wir bei Bedarf einen automatisierten Backup über Cronjob an, der den Dump in festgelegten Intervallen als Email-Anhang verschickt.

 

11.) fokus-Funktionen für die Zukunft

Wir haben bereits etliche Ideen, wie wir unser CMS nach dem Verkaufsstart noch besser, umfangreicher oder schneller machen können. Die wichtigsten drei wären...

  • Die Integration eines kompletten Online-Shop-Systems. In vielen Fällen benötigt der Kunde keinen komplexen Online-Shop mit CMS-Funktionen, sondern eher ein Content Management System mit integriertem Online-Shop. Dieses Vorhaben steht ganz oben auf unserer Agenda.
  • Außerdem möchten wir natürlich schnellstmöglich weitere API-Schnittstellen integrieren um die Entwicklung von Plugins für das Backend zu ermöglichen.
  • Zu guter Letzt möchten wir Frontend-Editing einführen. Dies bedeutet, dass man kleine Text-Änderungen direkt auf der Webseite durchführen kann.



 

 

 

Den Artikel verlinken? Einfach Code im Fenster kopieren - und dann z. B. im eigenen Blog einfügen:

Link sieht dann so aus TYPO3, Wordpress & fokus im CMS-Vergleich (Trackback per PN anfordern)

 

Vielen Dank, Torben, für die ausführlichen Antworten. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg für den fokus-Launch. Wer weitere Fragen an Torben hat, kann sie in den Kommentaren stellen.

 

Kommentare

Diskussion geschlossen
  • Nicole Y. Männl (Dienstag, 19. Juli 2011 09:53)

    Liest sich gar nicht verkehrt, bis ich zu dem Wort "Verkaufsstart" kam. Es wird also Open Source mit Kaufsoftware verglichen, sehe ich das richtig? Wie teuer soll es denn werden? Davon abhängig
    schließen sich folgende Fragen an: Gibt es freie Testversionen für Agenturen/Freiberufler? Kann man z. B. selber Module "dranprogrammieren", die man auch als Open Source zur Verfügung stellen kann /
    gestellt werden? Sprich: wie offen ist der Code, gibt es die Möglichkeit von "Hacks" oder Hooks oder wie auch immer?

  • Torben Leuschner (Dienstag, 19. Juli 2011 10:10)

    Hallo Nicole,

    richtig, wir vergleichen hier Open Source- und Kaufsoftware miteinander. Dabei geht es jedoch mehr um das Leistungsspektrum der Systeme als um Vor- oder Nachteile beider Geschäftsmodelle.

    Die endgültigen Preise werden wir am 1. August auf der Produktwebseite veröffentlichen. Dann wird es natürlich auch Testversionen für Agenturen oder Freiberuflicher geben.

    Viele Module wird man zum Verkaufsstart bereits über die Template-Funktionen implementieren können. 2012 planen wir die Einführung einer komplexen API-Schnittstelle (wie oben beschrieben). Wenn man
    die Software erwirbt, hat man zu dem volle Einsicht in den Quellcode des gesamten Systems.

    Viele Grüße,
    Torben

  • Clarance (Dienstag, 19. Juli 2011 10:19)

    Ließt sich meiner Meinung nach echt gut. Gute Gegenüberstellung.

    Dass Kauffsoftware mit opensource verglichen wird, finde ich nicht nur "nicht schlimm" sondern sogar notwendig. Schließlich stellt sich ein Kunde/Webmaster/Administrator/Webentwickler den selben
    vergleich an.

    Wenn hier das Preis stimmt kann das durchaus eine sehr gute Alternative sein. Die Lizenz mal bei Seite: Das System sieht echt gut aus, soweit man das beurteilen kann. Es gab auch irgendwo einen
    Trailer auf youtube dazu, der war wirklich bombastisch.

    Ob man "Hacks" brauchen wird, muss sich zeigen. Man sollte aber nicht von Anfang an davon ausgehen, dass die Software fehlerhaft ist.

    Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, verfolge das ja schon seit April und freue mich auf mehr Infos.

  • Stefan (Dienstag, 19. Juli 2011 10:42)

    Hi Torben, bewundernswertes Unterfangen mit fokus. Als TYPO3-Fan werde ich natürlich bei TYPO3 bleiben - auch wenn euer Hintergrundbild hübscher ist und diese Onpage-Optimierungssache interessant
    aussieht.

    Der Vergleich ist interessant - aber ich würde die Erweiterungsmöglichkeiten (z.B. für Mobile Templates) von TYPO3 nicht als Manko ansehen, sondern als Vorteil, dass der Kern "schlank" bleibt -
    obwohl schlank hier sicher der falsche Ausdruck ist ob der Mächtigkeit von TYPO3.

    Wordpress selbst setze ich natürlich auch ein wenn es um Blogs jeder Art geht - und da die Entwickler hier auch nicht stehenbleiben.

    Viel Erfolg euch trotzdem! Viele gute Ansätze sind ja zu finden - obwohl man die lieber in TYPO3-Extensions stecken könnte ;-)

  • Torben Leuschner (Dienstag, 19. Juli 2011 10:53)

    Hallo Stefan,

    vielen Dank für dein Feedback. Solche Reaktionen bekommen wir von TYPO3-Entwicklern häufig zu hören - allerdings meistens laaange nicht so nett formuliert wie von Dir ;-)

    Natürlich könnte man diese Ansätze in TYPO3-Extensions stecken, aber wir sind uns sicher dass eine Sache darunter definitiv leiden würde: Die Usability!

    Denn man muss beim Thema Content Management auch immer an einfache Autoren & Endkunden denken. Es kann unser Meinung nach nicht angehen, dass diese erst eine 50-stündige Schulung benötigen, um
    mit dem System arbeiten zu können. Hier sehen wir noch großes Potential und vielleicht auch unsere Chance ;-)

    Beste Grüße,
    Torben

  • Florian Petri (Dienstag, 19. Juli 2011 10:54)

    Hallo Stefan,

    Torben kann dir gerne noch direkt Antworten - ich greife nur schon einmal ein wenig vor:

    Generell ist es natürlich schon etwas mehr als nur ein hübscheres Hintergrundbild und ein paar SEO-Funktionen - aber diesbezüglich Hinterfrage ich das Verständnis auf deiner Seite natürlich gar nicht
    :)

    Mich würde interessieren, was du mit "das der Kern schlank bleibt" meinst und wo da die vermeintlichen Vorteile liegen? Wir haben dieses Argument bereits hunderte Male gehört aber noch keine
    Stichhaltigen Argumente dafür bekommen.

    Und den von Torben genannten Nachteil als Vorteil du deklarieren, kann ich auch nicht nachvollziehen, bitte erkäuter mir das doch nich einmal kurz. :)

    Ich freue mich aud eine konstruktive Diskussion,

    Florian

  • Florian Petri (Dienstag, 19. Juli 2011 10:57)

    Da war Torben nun doch schon schneller :)

    Dann schließe ich mich zusätzlich zu meinen Fragen mal Torben an.

    Die Usability ist ein essentieller Faktor von fokus. Daber jedes zweite CMS damit wirbt, dass es Benutzerfreundlich ist werden wir hier auf die ersten offiziellen Kundenstimmen warten. Unsere
    Betakunden können wir ja nicht veröffentlichen :)

  • Nicole Y. Männl (Dienstag, 19. Juli 2011 12:34)

    Clarance - Hacks und Hooks sind nichts böses, wer sich damit beschäftigt, weiß, was ich meine. Es hat auch nichts mit fehlerhafter Software zu tun, sondern mit der Möglichkeit, etwas anflanschen zu
    können, um den CMS-Quellcode nicht zu ändern, sondern zu umgehen, wo man es benötigt. So zumindest meinte ich das.

  • Clarance (Dienstag, 19. Juli 2011 12:40)

    Nicole, so meinte ich das auch nicht. Aber warum musst du denn am CMS-Quelltext etwas ändern, um im Template etwas anflanschen zu können? Oder sprechen wir hier aneinander vorbei?

    Redest du vom regulären Templating oder von Pluginprogrammierung?

    lg

    Clarance

  • Nicole Y. Männl (Dienstag, 19. Juli 2011 14:06)

    Clarance: CMS-Quellcode NICHT ändern ... schrieb ich ... egal wo und in welchem Fall. Da ich den Quelltext vom CMS nicht kenne, kann ich das nicht weiter spezifieren, nur aus Erfahrung mit anderen
    CMS annehmen.
    Die Frage wurde übrigens dann schon oben beantwortet, nach meiner Frage - von Torben Leuschner, daher für mich EOD. :-)

    Übrigens schade, dass man hier keine Kommentar-Notifies bekommen/bestellen kann, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit hier immer wieder hereinzuschauen (F5) um Rückfragen zu beantworten (was ich sonst
    gern mache!) ... soll jetzt konstruktives Feedback sein, kein unmotiviertes Gemeckere ... :-)

    Ich bin dann für heute mal raus aus der Diskussion ...

  • Auch Torben (Dienstag, 19. Juli 2011 16:49)

    Sorry, aber dieser Artikel liest sich für mich wie eine Dauerwerbesendung.

    Auch werden hier Äpfel mit Birnen verglichen.
    - Wordpress ist primär ein Blogsystem.
    - fokus ist ein KeineAhnung-System.
    - TYPO3 ist ein Enterprise Content Management System.

    Mit Wordpress kann man kleinere Websites bestimmt gut hinbekommen. Ob sich damit auch Websites wie www.magix.com oder www.native-instruments.com realisieren lassen...? Beides sind TYPO3-Seiten.

    Den Nachteil einer eigenen Konfigurations-Sprache (TypoScript) sehe ich als Vorteil. So kann auch ein Nicht-Programmierer bestimmte, relativ tiefgreifende Einstellungen verändern, ohne PHP
    programmieren zu können:
    "styles.content.imgtext.maxWInText = 375"
    Alle Bilder, die in Textelementen vorkommen werden auf maximal 375 Pixel Breite skaliert.
    Also ich finde das ziemlich einfach. Wie konfiguriert man das denn in den anderen beiden Systemen?

    Außerdem erfordert ein mächtiges System immer eine gewisse Einarbeitungszeit.

    Mich würde ja eher interessieren, ob fokus z. B. mit ImageMagick umgehen kann und so wie oben dargestellt alle Bilder im Content auf eine gewisse maximale Größe skalieren kann. Sodass der Redakteur
    sich keine Gedanken um die Größe der Bilder machen muss und das System die Bilder automatisch anständig skaliert und beschneidet. Vielleicht sogar noch automatisch mit einem Rahmen-PNG überlagert um
    einen netten Polaroid-Effekt (oder was auch immer) zu erzeugen...

    Hm...
    "Jedoch wird dabei vorausgesetzt, dass man über einen Webentwickler verfügt, der die diversen Bereiche im Voraus integriert und anpasst."
    Das liest sich irgendwie wie Kritik.

    "Da wir eine eigene Scriptsprache vermeiden wollten, sind wir bei nativem PHP geblieben."
    Und da benötigt man dann keinen Webentwickler?


    "Eine korrekte semantische Aufteilung zwischen verschiedenen HTML-Elementen findet aber leider nicht statt, da diese über den integrierten WYSIWYG-Editor vorgenommen werden muss."
    Sorry, aber ich verstehe nicht, was du damit sagen willst.
    Auch bei TYPO3 stellt jegliches Element einen eigenen Inhaltsbereich dar. Ich kann also sehr einfach ein Element der Seite hinzufügen und eine Überschrift erster Ordnung + etwas Text definieren. Dann
    füge ich darunter vielleicht ein weiteres Element hinzu und definiere die Überschrift als Überschrift 2. Ordnung. Oder ich lasse die Überschrift komplett weg und nutze nur den Text.

    Macht das fokus automatisch? Also ich defeniere im Backend nur noch eine Überschrift und Text und fokus analysiert das und gibt die H-Tags automatisch in der richtigen Reihenfolge aus? Oder wo ist da
    der Vorteil?

    "9) Benutzeroberfläche
    Vor allem Endanwender erwarten eine aufgeräumte und klar strukturierte Oberfläche, um schnell mit dem CMS erste Erfolge erzielen zu können."

    Auf jeden Fall!
    Daher erstellt auch der beauftragte TYPO3-Webentwickler eine Backend-Gruppe, die nur die notwendigen Module und Felder im Backend sieht. Alle anderen Module werden ausgeblendet.

    So, jetzt hab ich keine Lust mehr noch weiter was zu diesem Werbebeitrag zu schreiben.

  • Florian Petri (Dienstag, 19. Juli 2011 17:16)

    Hallo (auch) Torben,

    freut mich, dass du an der Diskussion teilnimmst, und auch direkt mit einem so umfangreichen Kommentar :)

    Ich greife mal absichtlich ersteinmal nur ein paar Punkte auf, damit esnicht zu unübersichtlich wird und nummeriere die Punkte mal.


    1. ÄPFEL & BIRNEN:

    Natürlich sind das grundverschiedene Systeme. Aber das ist in diesem Fall vollkommen egal. TYPO3 wird auch für kleine Seiten eingesetzt (Mit Kanonen auf Spatzen geschossen) und Wordpress wird auch
    für Unternehmensseiten eingesetzt (ja das gibt es). Beides ist meiner Meinung nach Unsinn. Aber genau darum geht es. Wie die Systeme in der Praxis verwendet werden - nicht wofür Sie gedacht sind. Wir
    kommen ja selbst aus der Praxis und kennen die Probleme.


    2. TYPOSCRIPT ODER DOCH PHP?

    ZITAT:
    ""styles.content.imgtext.maxWInText = 375"
    Alle Bilder, die in Textelementen vorkommen werden auf maximal 375 Pixel Breite skaliert.
    Also ich finde das ziemlich einfach. Wie konfiguriert man das denn in den anderen beiden Systemen?"
    ZITAT ENDE.

    Du findest das einfach, weil du es kennst. Ich finde das alles andere als Einfach. Bei WordPress kann ich dir das nicht sagen. Bei fokus stellt man einfach den Innenabstand dieser Spalte auf den
    Beliebigen Wert. Das ist ein Textfeld und komplett über das Backend intuitiv erreichbar. Keine Programmierung kein Typoscript ;)

    Davon unabhängig empfinde ich es (auch wenn ich kein Programmierer bin) als Nachteil, eine Scriptsprache lernen zu müssen, wenn man doch bereits PHP kann. Andersherum kann kein Redakteur mal eben
    eine Typoscript anpassung machen, obwohl es ggf. einfacher als PHP ist. Es bringt also einem Entwickler nur Mehraufwand und ist für einen Redakteut noch immer zu komplex. Ich sehe da keinen Vorteil.
    Oder?


    3. BILDER & CO.

    ZITAT:
    "Mich würde ja eher interessieren, ob fokus z. B. mit ImageMagick umgehen kann und so wie oben dargestellt alle Bilder im Content auf eine gewisse maximale Größe skalieren kann. Sodass der Redakteur
    sich keine Gedanken um die Größe der Bilder machen muss und das System die Bilder automatisch anständig skaliert und beschneidet. Vielleicht sogar noch automatisch mit einem Rahmen-PNG überlagert um
    einen netten Polaroid-Effekt (oder was auch immer) zu erzeugen..."
    ZITET ENDE.

    Kein Problem, erkläre ich dir gerne. Fokus macht das alles selbst. Das system arbeitet mit intelligenten PHP-Funktionen, die Bilder automatisch skalieren und beschneiden - abhängig davon, wie das
    Template gewünscht wird. Zudem werden die Bilder Serverseitig zur auslieferung pixelgenau berechnet, sodass im Browser keine Bilder skaliert werden müssen. Der Benutzer kann im Backend
    Farbbearbeitungen und auch Beschnitte machen (z.b. einfach einen Rahmen über den gewünschten Bereich ziehen). Dabei werden alle Bilder immer Versioniert, sodass man niemals destruktiv arbeitet.
    (hoffe, ich konnte mich kurz genug fassen :) )


    4. ÜBERSICHTLICHKEIT IM BACKEND

    ZITAT:
    "Daher erstellt auch der beauftragte TYPO3-Webentwickler eine Backend-Gruppe, die nur die notwendigen Module und Felder im Backend sieht. Alle anderen Module werden ausgeblendet."
    ZITAT ENDE.

    Trotzdem ist das Typo3-Backend nicht benutzerfreundlich. Das ist nicht nur meiner Meinung - sondern die Meinung unserer Kunden. Und der Kunden unserer Partner Agenturen. Der Grundtenor ist immer,
    dass man entweder nichts anderes kennt oder einfach pauschal Typo3 will. Das ist zumindest unserer Erfahrung.

  • Georg Ringer (Dienstag, 19. Juli 2011 17:36)

    und noch mein Senf dazu:
    Natürlich sind das alles total verschiedene Systeme aber grundsätzlich sollte man das System nehmen, das zu den Anforderungen passt und nicht weil mans so super findet. So macht man einen Shop am
    besten mit einem Shopsystem und einen Blog mit einem Blogsystem und ein Forum wird mit vbulletin & co auch besser funktionieren.

    Da man meistens nur eines der Systeme wirklich gut kennt, kann man selten unvoreingenommen vergleichen. Ich würde auch für eine kleine Website TYPO3 nehmen. Nicht weil TYPO3 einfach so toll ist
    sondern weil ich mir damit leichter tu und viel schneller geht als wenn ich jetzt anfangen würde irgendwas anderes zu lernen.

    TYPO3 hat viele Vorteile und auch viele Nachteile. TS zählt für mich zu den VOrteilen, sofern mans richtig anwendet. Man kann damit super schnell zB Menüs bauen und gewisse Renderings ändern. Es
    macht keinen Sinn damit viel mehr zu machen, weil man damit mit PHP schneller sein mag, aber es hat seine Berechtigung und ist genial für das was es tut. Oder mit 5 Zeilen ein Bild einbinden, größe
    ändern, usw usw. Es gibt viele Leute, die auch TYPO3 verkaufen, die kein PHP können, aber eben TS und damit wunderbares erzielen.

    TYPO3 ist auch weitum nicht nur ein CMS sondern man kanns auch als Framework verwenden und es macht damit SPaß zu programmieren.

    Ja TYPO3 ist Usability mäßig nicht das beste, dazu ist die Codebasis zu alt bzw einfach vieles gewachsen, aber es wird hier viel getan um das zu verbessern. Und natürlich kommt der Eindruck auch
    davon dass man mal mit einem System gearbeitet haben mag, das nicht optimal abgestimmt wurde. Das ist doch wie bei den Autos. Einmal mit einer Automarke etwas Pech und man nimmt ein Leben lang keines
    mehr von der selben Firma.

    Vorteil von einem gewachsenen System ist natürlich schon auch, dass man damit probloemlos(er) die Agentur wechseln kann und nicht einfach alles wegschmeissen muss. Nimmt man ein CMS (egal welche
    Lizenz), dann ist man immer gebunden und bei Lizenzgebundenen Systemen kommt halt noch ein Posten bei der Rechnung dazu (was wiederum nicht heißen muss dass es damit teurer ist)

  • Florian Petri (Mittwoch, 20. Juli 2011 14:23)

    Hallo Georg,

    danke für deinen Beitrag - ich muss dir zum großen Teil zustimmen. Folgende Punkte würde ich gerne aufgreifen:

    ZITAT:
    "
    TYPO3 hat viele Vorteile und auch viele Nachteile. TS zählt für mich zu den VOrteilen, sofern mans richtig anwendet. Man kann damit super schnell zB Menüs bauen und gewisse Renderings ändern. Es
    macht keinen Sinn damit viel mehr zu machen, weil man damit mit PHP schneller sein mag, aber es hat seine Berechtigung und ist genial für das was es tut. Oder mit 5 Zeilen ein Bild einbinden, größe
    ändern, usw usw."
    ZITAT ENDE.

    Hier würde mich mal ein kleines Code-Beispiel sehr interessieren, z.B. um eine Hauptnavigation mit zwei Ebenen oder etwas anderes Alltägliches zu bauen. Bisher kam uns TS nämlich sehr sehr aufgebläht
    vor - wir lassen uns gerne vom Gegenteil überzeugen.


    ZITAT:
    "Vorteil von einem gewachsenen System ist natürlich schon auch, dass man damit probloemlos(er) die Agentur wechseln kann und nicht einfach alles wegschmeissen muss. "
    ZITAT ENDE.

    Das ist keine Frge von "gewachsenen Systemen", sondern schlicht von der Verbreitung. "Gewachsenes System" impliziert, dass es zu länger auf dem Markt ist und daher rührt auch die weite Verbreitung.
    Das schließt jedoch nicht aus, dass ein anderes, neues und durchdachtes System nicht auch schnell eine hohe Verbreitung erzielen kann. Aber wir wissen was du meinst. Wir arbeiten mit Hochdruck daran,
    ein möglichst umfangreiches Netzwerk innerhalb Deutschlands aufzubauen. Wenn erst einmal die ersten hundert Partneragenturen in Deutschland existieren, wird das kein Problem mehr sein :)

    Freue mich auf deine (und weitere) Antworten,

    Beste Grüße

    Florian

  • Christian Peter (Mittwoch, 20. Juli 2011 16:25)

    Super Artikel genau das was ich benötigt habe. Mein Blog ist noch neu und ich benötige unbedingt mehr Traffic.

  • Georg Ringer (Mittwoch, 20. Juli 2011 19:46)

    Hallo Florian,

    das mit gewachsen stimmt natürlich, ich habs im Sinne der Verbreitung gemeint. Gutes Beispiel dafür ist sicherlich Magento: Gutes Produkt auf einem Markt wo es nichts vernünftigs gab und hat sich
    wegen der guten Qualität sehr schnell durchgesetzt.

    zum Typoscript:
    Hier mal 2 Beispiele: http://pastebin.com/8RWxfSMi

    ad 1:
    Zeilen 13-14 könnte man noch wegfallen lassen. Ich glaub nicht dass sowas mit weniger Zeichen in PHP machbar ist. Zudem ist ja das schöne, dass ich mit einer Condition (3 Zeilen), zB für eingeloggte
    User eine andere Klasse angeben kann, oder in 1 Zeile statt dem title was anderes ausgeben lasse wenn das Jahr > 2013 ist oder eine andere Sprache genommen wird oder ....

    ad 2: Ziemlich viel gleich, bis auf 2 Änderungen:
    - Menü geht von Seite mit UID 64 aus
    - statt dem Titel wirdeben ein Bild angezeigt (#40 - #50), das als alt-Tag den Titel hat und vom Redakteur in den Seiteneigenschaften hergenommen werden kann. Das Bild wird auf 50x50px
    verkleinert.

    Achja ich könnte das natürlich mit conditions oder was auch immer mit wenig Aufwand super anreichern oder anpassen. Das ist das richtig coole an TS. TS sorgt natürlich auch für die richtigen Links,
    auch wenn die verlinkte Seite ein Shortcut ist oder das ganze sich in einem Pagemount abspielt usw usw.

    Wie würde man das in fokus machen?
    lg Georg
    PS: Jeder kann via GIT bei TYPO3 contributen, zB ich gerade eben: https://review.typo3.org/#change,3440 Auch das mag ich so an Open-Source

  • Peter (Donnerstag, 21. Juli 2011 11:45)

    Erst einmal großes Lob an die viele Arbeit, die Ihr in das CMS gesteckt habt. Erfordert immer sehr viel Mut und Ehrgeiz, gerade wenn man vorher nicht weiß, ob und wie es "ankommt" :-)

    Ich selbst "mag" WordPress am ehesten von den 3 Großen (Typo3, Joomla und WP). Gründe gibt es hier mehrere. Zum einen ist es für Kunden UND Programmierer unheimlich intuitiv bedien- und veränderbar.
    Gerade für den Kunden ist dies meist ein enormer Kaufgrund bzw. ein Faktor für die Zufriedenheit. Die Usability ist neben einem riesigem Funktionsumfang immer noch das Hauptaugenmerk. Was nützen
    viele tolle Funktionen, wenn man Sie nicht bedienen kann oder Sie gerade nicht an der Stelle sind, wo man diese braucht. Es freut mich, dass auch ihr diesen Ansatz zur Prämisse genommen habt. Zudem
    ist die Community einfach riesig und enorm aktive was Plugins, Tutorial, Hilfestellung usw. betrifft.

    An "auch Torben": WordPress ist sicher kein reines Blogsystem mehr ;-) Ich denke es steht den anderen Beiden in Sachen CMS-Funktionen in nichts nach. Und wenn man will, kann man Alles damit
    realisieren.

    Viele Grüße und viel Erfolg. Ich werde es mir anschauen.

  • Florian Petri (Donnerstag, 21. Juli 2011 18:13)

    @ Georg:

    Danke für deine Ausführungen.

    TYPOSCRIPT-MENÜ

    Also wenn ich das mal so vergleiche, finde ich unsere Lösung besser. Aber das ist nicht sehr verwunderlich – und darauf kommt es auch nicht an. Das müssen die Entwickler, die wir als Partner gewinnen
    möchten dann entscheiden.

    Lass uns das mal vergleichen:
    TYPO3: http://pastebin.com/8RWxfSMi
    fokus: https://gist.github.com/1097483

    Alleine bei der Anzahl der Zeilen komme ich auf ein Verhältnis von 17 : 9 (TYPO3 : fokus). Die Benennung finde ich (subjektiv) auch logischer bzw. intuitiver. Wie siehst du das?

    Wir haben den Vorteil, dass man solche Dinge wie welches Strukturelement einen externen Link bekommt, ob dieses noch eine Trennlinie darunter hat, ob sich der Link in einem neuen Fenster öffnet, ob
    der Link in der Navigation angezeigt wird und ob der Link (und wenn ja, in welchen) Menüs angezeigt wird, alles im Backend einstellbar ist. Direkt an der Struktuverwaltung (Baumverwaltung).


    @Peter:

    Danke – wir haben zusammen nun ca. 5.000 Mannstunden in das CMS investiert, aber es scheint sich ja gelohnt zu haben :)

    Wir haben drei Kernpunkte, die fokus Bedienen soll: Useability, Entwicklerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit.

    Zu WordPress: Natürlich kann man mit WordPress auch Seiten aufsetzen und als CMS nutzen – aber man hat schon recht viele Beschränkungen, zumindest sind wir oft an die Grenzen gestoßen.


    beste Grüße

    Florian

  • Georg Ringer (Freitag, 22. Juli 2011 09:22)

    @Florian:
    zum Menübau:
    - wie kann ich hier angeben, welches Attribut der Seite als Linktext genommen wird?
    - wie kann ich das Menü aus Bildern bauen, die dann verkleinert werden?
    - wie kann ich bei einem 3stufigen ul/li-Menü sagen, dass im 2. Level das ul eine andere Klasse hat, und das 3. Level mit Bildern gebaut ist?
    - Wie kann ich sagen, dass bei einer anderen Sprache die aktiven li des 2. Levels eine andere Klasse haben?
    - Gibt es eine Unterscheidung zwischen: aktiv, eine überseite des Menüpunkts ist aktiv?

    Was ich wenig mag sind arrays, weil da ist man als Entwickler halt immer sehr arm und die IDE kann einem da so gar nicht helfen :/

    grundsätzlich wäre ich an dem CMS mal interessiert, aber wenn das was kostet fürs anschauen tu ich mir schwer mich dafür zu begeistern ...

  • Torben Leuschner (Freitag, 22. Juli 2011 10:19)

    Hallo Georg,
    ein kleines Feedback von meiner Seite:

    - du kannst für einzelne Seiten sehr leicht Custom Fields benutzen und diese dann der Navigation an einigen Stellen zuordnen. So ließe sich beispielsweise auch der Linktext seperat vom Seitentitel
    steuern
    - Im Moment ist es noch nicht möglich, das Menü mit dem Standard-Navigations-Element aus Bildern zu bauen. Dafür müsste man dann auf andere Mittel des CMS zurückgreifen
    - Generell bekommen die verschachtelten ul's automatisch zusätzlich eine weitere CSS-Klasse. Wir werden natürlich noch viele weitere Parameter integrieren, um solche Klassen z.B. auch manuell setzen
    zu können
    - Mittels einer stinknormalen if-Abfrage kannst du natürlich per fokus-Funktion die Sprache ermitteln und an Hand dessen den entsprechenden Array-Parameter verändern
    - Auch hierfür haben wir einen Parameter "parent_active"

    Ich denke ob man mehrdimensionale Arrays mag oder nicht ist eine Geschmackssache. Wordpress zum Beispiel verwendet ja das selbe Prinzip zur Template-Entwicklung.

    Generell glaube ich, dass TypoScript weitaus mächtiger ist, aber native PHP-Arrays dafür einfacher zu beherrschen und flexibler. :)

    Beste Grüße,
    Torben Leuschner

  • harzfichte (Donnerstag, 28. Juli 2011 12:13)

    ich finde es gut wenn was neues gemacht wird... und vor allem wenn es Mut erfordert...
    denn Ihr habt etwas produziert, was schon als OpenSource existiert ;-)


    ... drupal.org

  • Wurstbrot (Montag, 01. August 2011 16:15)

    Um auf den Punkt zu kommen, 2 arg grobe Probleme sehe ich hier beim Fokus CMS, zum einen der Preis, ich will gar nicht darauf eingehen ob Fokus doch wirklich jetzt 2.700 € und mehr(bis zu
    15.000 €) Wert ist, aber der Vergleich kann so nicht passen. Das ist so als wenn ihr ein VW Golf mit einem Pagani Zonda vergleicht, der VW Golf hat von Haus nicht alles drin, kann aber alles
    kostengünstig nachgerüstet werden, der Zonda hat vieles von Haus aus ist dafür aber teuer wie -Zensiert-.

    Auch die fehlende Schnittstelle für Plug-Ins sehe ich als zu groben Nachteil an, klar, in dem Preis sind sicher die Updates einbezogen, aber eine Garantie gibt es nicht dass die angepriesene
    Schnittstelle dann doch noch kommt.

    Großer Vorteil ist natürlich das Backend, sieht alles wirklich hübsch aus und ist Usability in Reinform, das gefällt mir natürlch aus der Sicht da ich Mediengestalter bin.

    Dennoch, TYPO3 5 kommt demnächst, ist komplett überarbeitet worden, lohnt es sich da dann auf ein System zu setzen welches in Relation zu Typo3 teuer wie Zunder ist, keine Plug-In API hat und nur
    eine Erschwerte erweiterung des CMS zulässt? (Ohne Plugin-Schnittstelle ist das wohl eher so richtig geht so, denn beim nächsten Update alles neuzuschreiben ist ja auch nicht so dolle.)

  • medani (Mittwoch, 03. August 2011 09:24)

    Generell finde ich den Ansatz gut. Auch von den Videos wirkt das CMS mehr als nur aufgeräumt und übersichtlich. Ich selbst arbeite sowohl mit WordPress als auch mit Typo3.

    Bei WordPress nervt mich immer wieder die schlechte Einstellung der Userberechtigungen. Schon klar - mit Plugin kann man das verbessern.

    Auch die Custom-Field gehen mittlerweile in eine gute Entwicklungsrichtung. Einige Nachteile bleiben bestehen.

    Typo3 ist dafür extrem Umfangreich, hat (meiner Meinung nach) die bisher beste Userverwaltung. Größter Nachteil ist TypoScript und die mehr als nur schlechte Usability. Mir graust es jedes mal, wenn
    ich Kunden Typo3 Backend erklären muss. Ein Tag Einschulung und am nächsten Tag der Anruf: "Wie geht das noch mal?".

    Das Templating von WordPress ist definitiv einfacher als bei Typo3. Außerdem findet man direkt auf der Seite eine wirklich gute Dokumentation um so ziemlich alles realisieren zu können.

    Nachteil von beiden Systemen wäre jetzt der aufgeblähte und teilweise veraltete Quellcode. Gerade WordPress zählt ja nicht grade zu den schnellsten Systemen.

    Ein System, (vielleicht Fokus?) welches die Möglichkeiten von Typo3 mit der Bedienbarkeit von WordPress bietet ist absolut zu begrüßen. Ob es sich bewährt und eine Verbreitung findet, werden wir
    sehen. Auf jeden Fall ist es ein Anstoß in die richtige Richtung. Denn Weiterentwicklung ist in jedem Fall zu begrüßen.

  • medani (Mittwoch, 03. August 2011 09:32)

    Ach ja: zum Preis: der Preis ist relativ hoch. Finde ich auch.
    Allerdings gibt es andere Kostenpflichtige Systeme, die ähnliches kosten und in der Usability mindestens gleich schlecht wie Typo3 sind

  • Florian Petri (Mittwoch, 03. August 2011 17:24)

    Hallo Zusammen,

    nach unserem Launch sind ja noch einmal einige Kommentare hinzugekommen - die wollen wir natürlich nicht unbeantwortet lassen:

    @Wurstbrot:
    Schöner Vergleich. Mit einem Zonda lassen wir uns gerne vergleichen :)

    Was du (mangels Information) unserer Meinung nach nicht Bedacht hast: fokus hat das Grundprinzip und den Anspruch , in der Webentwicklung schneller als jedes andere CMS zu sein. Die Syntak ist
    mächtig, einfach und effektiv. Will beispielhaft heißen: Wenn du mit TYPO3 z.B. 80 Personenstunden brauchst, benötigst du mit fokus für das gleich Ergebnis nur 50 oder 40 Personenstunden. Und genau
    hier liegt der Vorteil: Wenn du komplexe Webs mindestens genauso schnell wie mit WordPress entwickeln kannst, aber keine Grenzen hast, macht sich das deutlich in der Zeit bemerkbar. Und damit beim
    Geld. Hinzu kommt ein attraktives Provisionsmodell für die Agentur oder den Entwickler, der fokus einsetzt. Alles in allem, wirst du Als Agentur/Entwickler in der Regel deine Gewinnspanne mit fokus
    deutlich erhöhen können. Und in vielen Fällen werden die Kunden dabei nicht mal mehr zahlen müssen.
    Die Schnittstelle ist in der Tat aktuell noch der einzige, kleine Wermutstropfen: Diese wird aber Ende 2012 definitiv kommen und wird dann alle Anforderungen erfüllen. Das gute ist aber, dass du in
    den meisten Fällen überhaupt keine Plugins brauchst.
    Was wäre denn typische Beispiele, in denen du Plugins einsetzen würdest?

    @medani:
    schön, wenn du ein System wie fokus generell begrüßt :)

    Die von dir genannten opensource-Probleme kennen wir aus den letzten Jahren auch – wir haben ja die letzen 5 Jahre auch mit opensource-Software gearbeitet.

    Genau genommen ist der Preis verhältnismäßig niedrig. Wir du schon sagst, es gibt CMS, die für mehr Geld weniger im Bereich „online“ leisten. Du kannst problemlos für ein CMS auch 20T, 50T oder 200T
    Euro ausgeben – das ist kein Problem :-P


    Beste Grüße

    Florian

  • Florian Petri (Mittwoch, 03. August 2011 17:48)

    @harzfichte:
    Dich hätte ich fast übersehen.

    Da bin ich ja mal gespannt. Zeig mal hier, was es vergleichbares im opensource-Bereich gibt? Jetzt musst du schon kronkret werden ... :)

    Beste Grüße

    Florian

  • medani (Donnerstag, 11. August 2011 08:27)

    Ich glaube Harzfichte meint generell OpenSource CMS. Das ist aber als ob man Schinken, Eier und Fisch miteinander vergleicht ;)
    Die Plugin-Schnittstelle könnte auch der Schlüssel zum Erfolg sein. Ich würde es sehr begrüßen, diese Schnittstelle schneller implementiert zu sehen.
    Ebenfalls würde mir folgendes gefallen: Eine Online-Demo, in der man einfach mal das Backend testen kann. Ich glaube auch das kann Interessenten definitiv zu einer Kaufentscheidung bewegen.

  • Florian Petri (Montag, 15. August 2011 18:33)

    Hallo,

    die Pluginschnittstelle wird wie gesagt Ende 2012 kommen - wir möchten nichts halbgares veröffentlichen und legen da großen Wert auf Testprojekte und QA. Generell gillt aber wie gesagt: Für die
    meisten Dinge, brauchst du keine Plugins - hier wären ein paar Beispiele hilfreich, bei denen du bsher immer Plugins verwendet hast. Dann können wir das an Beispielen fest machen :)

    Bezüglich der Demo: Die gibts doch:
    http://www.fokus-cms.de/79/fokus-suite-2011-testen/
    :)

    Hast du die nicht gesehen bzw. gefunden? Wir freuen uns natürlich über Feedback zur Website, da wir die Seite immer weiter verbessern möchten.

    Besten Grüße

    Florian

  • Florian Petri (Montag, 22. August 2011 11:14)

    Hallo Zusammen,

    bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung - auch für Kritik sind wir gerne weiterhin offen :)

    PS: Wie kommt es, dass hier trotz (nervigem) CAPTCHA immer wieder Spamartikel beschrieben werden? Seltsam ...

    Besten Grüße

    Florian

  • florian petri (Freitag, 07. Oktober 2011 06:33)

    Hallo zusammen,

    ein kurzes un letztes Update: Wir haben heute unsere neue Website veröffentlich. Hier gibt es ein neues Design, einige neue Infos und vor allem noch einmal unseren Video-Trailer:
    http://www.fokus-cms.de/137/full-hd-trailer-fokus-das-cms/

    Wir freuen und über Feedback, Kommentare und konstruktive Kritik :-)

    Beste Grüße

    Florian

  • Robin (Samstag, 05. Mai 2012 17:06)

    Schade, dass die Diskussion hier in Spam entartet ist. Links setzten heißt ja nicht, dass man die Blogs nicht auch mit Interesse lesen kann. Die Auswahl ist ja schließlich groß und dieser Artikel ist
    wirklich interessant. (Auch wenn für mich Wordpress entgegen aller Infos konkurrenzlos ist.)

  • Geraldine Göllner (Samstag, 05. Mai 2012 17:18)

    Oh man, ich dachte ich hätte den Trick mit den Konkurrenten erfunden :-)

  • Robert (Freitag, 11. Mai 2012 17:48)

    12. Punkt.... Sicherheit? Gibts nicht?

  • Niederländisch Deutsch (Donnerstag, 27. September 2012 16:16)

    Also für meinen Bedarf hat es nicht gepasst! Und ewig viel Kommentare hier!

  • Restposten (Samstag, 04. Januar 2014 10:38)

    Hallo, schade dass der wirklich tollen Tipps so mit Angeboten verschandelt werden.