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Mehr Traffic mit SEO & SMM von Björn Tantau

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Für Tipps und aktuelle Trends zu Search & Social haben wir heute 11 Fragen an Björn Tantau (Tameco). Aber am besten stellst Du Dich erstmal kurz vor:

 

Ich bin seit über 10 Jahren im Internet unterwegs und befasse mich mit Onlinemarketing. Mein Weg zur Suchmaschinenoptimierung und zu Social Media und Co. begann ganz klassisch mit einer eigenen Website. Ist man mit einer eigenen Website am Start, dann kommt man mit SEO und Social Media irgendwann zwangsläufig in Kontakt.

Seit 2006 bin ich Inhaber und Geschäftsführer von Tameco Onlinemarketing, einer Agentur aus Hamburg mit den Schwerpunkten SEO, Linkaufbau und Social Media Marketing. Im Bereich Social Media ist Tameco Onlinemarketing auch im Bereich Facebook Marketing aktiv. Hier werden mehrere Fanpages betrieben, zusätzlich seit einiger Zeit auch die Website unter fbwatchblog.de, die sich zu 100% mit Facebook und Facebook Marketing befasst.

Natürlich gehört seit Kurzem auf Google+ zum "Aufgabenbereich" von Tameco Onlinemarketing. Hier wird derzeit noch an einer neuen Website gefeilt, die vermutlich in Kürze die Testphase verlassen wird. Tameco berät und betreut Kunden, wenn es um Suchmaschinenoptimierung, Linkaufbau und Social Media geht. Dafür werden nachhaltige Konzepte entwickelt, die auf langfristige Erfolge ausgelegt sind.

Als Speaker war ich schon auf der SEOCampixx und anderen regionalen und überregionalen Veranstaltungen tätig. Fachartikel von mir sind bereits mehrfach unter anderem in der WebsiteBoosting erschienen. Außerdem engagiere ich mich auch als Gastautor und biete mit meiner Agentur Workshops und Seminare und Firmen und Websitebetreiber an.

 

1.) SEO Tipps für kleine Websites

  • Zu Beginn auf jeden Fall schauen, ob sich in der Nische überhaupt genügend Traffic holen lässt. Nichts ist frustrierender, als auf 1 zu ranken und dennoch keinen oder keinen nennenswerten Traffic zu erreichen.

 

  • Trends erkennen und so einen Vorsprung erzielen. Viele Bereiche werden erst spät oder später ausreichend frequentiert. Ein Blick in andere Länder kann helfen, um Trends auszuspüren (z. B. USA). Funktioniert eine Idee dort, kann es bei uns evtl. auch klappen. Ist man ein "Early Adopter", dann wird man in vielen Fällen automatisch als "Autorität" angesehen, nicht nur von Suchmaschinen, sondern vor allem von Lesern.

 

  • Sehr speziellen Content bieten: Eine kleine Website kann mit sehr speziellem Content im Zweifel sehr gute Konvertierungsraten erzielen. Handelt es sich zum Beispiel um einen Shop für ein Produkt, das zwar nur eine sehr kleine Zielgruppe hat, kann man dort trotzdem sehr gute Umsätze machen. Die speziellen Inhalten sollten zudem für Website und Social Media adaptiert werden. Kein automatisiertes Einfeeden von Inhalten (z. B. via RSS) in Facebook oder Twitter, sondern aktive Contenterstellung (unique) für jede Quelle.

 

2.) SEO Tipps für große Websites

  • Bei großen Websites kann man zum Thema Social Media aus dem vollen schöpfen, weil die Reichweite in den meisten Fällen an sich schon groß ist. So ist es weniger kompliziert solche Leute für die eigene Facebook Fanpage zu begeistern, die die Website auch schon kennen. Auch der Newsletterverteiler lässt sich gut dazu nutzen, neue Fans anzuwerben. Solche Abonnenten kennen die Qualität der Seite durch den Newsletter und vertrauen ihr somit mehr.

 

  • Große Websites haben oft sehr viel Inhalt. Im Prinzip gut, allerdings kann das auch schädlich sein, wenn durch unzureichende Programmierung doppelte Inhalte erzeugt werden. Deswegen sollte man auf technischer Seite nach Möglichkeit alle Mittel nutzen (Redirects, Canonical, etc.) einsetzen, um die Entstehung von DC zu vermeiden oder zumindest das Handling für Suchmaschinen zu vereinfachen.

 

  • Nutzer großer Websites sind in der Regel verwöhnt. Deswegen müssen sich solche großen Websites ständig weiterentwickeln und für Innovationen sorgen. Das übrigens nicht nur auf der Website selbst, sondern auch bei Facebook, Twitter und Co. Bestes Beispiel dafür, wie man nicht agieren soll, ist MySpace. Hier fand null Evolution statt, so dass es nun letztendlich zur privaten Website eines Musikers geworden ist ;-)

 

3.) Onpage SEO Do’s

  • Unbedingt attraktive Inhalte anbieten. Natürlich ist der beste Content ohne andere wichtige Umgebungsvariablen nicht viel wert, aber er ist der Kern einer jeden Website, egal welcher Größe. Langfristig setzt sich Qualität immer durch, vor allem beim Content. Im besten Fall animiert der Content den Leser dazu, diesen zu teilen, sei es in einem sozialen Netzwerk oder per Link. Ganz oben muss immer der Mehrwert für den Nutzer stehen.

 

  • Alle OnPage Faktoren (Titel, Überschriften, interne Verlinkung, etc.) möglichst weit ausreizen, ohne den Bogen zu überspannen.

 

  • Selbst testen und nicht zu sehr auf Aussagen Dritter verlassen. Beispiel "Keyword Dichte". 100% sind natürlich zuviel ;-) Wo auf einer Seite aber schon 3% ausreichen, können es auf einer anderen mehr oder weniger sein. Hier sollte man selbst ein Auge drauf haben und nicht zu sehr nach Werten gehen, die man "irgendwo mal gelesen" hat.

 

4.) Onpage SEO Don‘ts

  • Weniger ist mehr. Oft wird versucht, mit einer Seite oder einem bestimmten Content gleich mehrere Bereiche abzudecken und so gute Rankings zu bekommen. In den meisten Fällen wird das Gegenteil eintreten. Daher aufs Wesentlich konzentrieren und dafür sorgen, dass der Nutzer schnell an das Ziel kommt - nämlich die gewünschte Information.

 

  • Externe Einflüsse reduzieren. Viele Webmaster erliegen oft und schnell den zahlreichen Tools und Buttons, die im WWW so angeboten werden. Für eine sinnvolle Verbreitung des eigenen Contents reichen die entsprechenden Buttons von Facebook und Twitter (neu: Google+) für den deutschen Sprachraum. Social Bookmark Portale wie Mister Wong und andere geben ihren Nutzer meistens Bookmarklets oder Plugins für den Browser an die Hand. Das reine Erscheinen eines "Social Media Buttons" ist kein Garant für die weitere Verbreitung eines Inhalts.

 

  • Technische Bremsen vermeiden. Weil die Ladezeit ein Rankingfaktor ist, sollte der Quellcode einer Website möglichst schlank sein. Das gilt auch für Dateien wie CSS oder JavaScript - und natürlich auch für Bilder. Überall dort, wo reduziert werden kann, sollte das auch getan werden. Übergroße Seiten können beim Nutzer für Frustration sorgen. Folge: Hohe Bounce Rate, schlechte Klickrate, etc.

 

5.) Onpage SEO Trends

  • Wenn Panda denn wirklich auch zu uns nach Deutschland kommt, wird Content noch wichtiger. Je relevanter einer Website thematisch ist, desto größere Chancen auf gute Rankings hat sie. Das bedeutet für den Content, dass möglicherweise die Verlinkung auf Dritte aus dem Inhalt heraus noch mehr als Rankingfaktor zählt. Schließlich ist ein solcher themenrelevanter Link nach außen eine Quellenangabe für den Leser einer Website.

 

  • Der User muss über alles gestellt werden. Je mehr vertrauen der Nutzer in eine Seite hat, desto besser. Das gilt nicht nur für Shops, auch für jede andere Website. Der Inhalt der Seite muss beim Nutzer bewirken, dass er das Gelesene oder Erlebte bewusst als Mehrwert ansieht und nicht frustriert weitersurft. Nutzerbindung wird also wichtiger.

 

  • Gutes Design! Auch wenn Google eine Website nur als Quellcode liest, ist das Design wichtig. Die optische Gestaltung einer Website kann darüber entscheiden, ob ein Nutzer bleibt oder geht. Längeres Verweilen vermindet die Bounce Rate und erhöht die Verweildauer.

 

6.) Linkbuilding Do’s

  • Linktexte variieren! Ein nach wie vor probates Mittel, um nicht in einen Filter von Google zu geraten. Wer seine Linktexte konsequent variiert und abändert, der hat Vorteile. Dabei heißt "abändern" nicht, dass das Keyword weggelassen werden sollte. Vielmehr macht es Sinn, das Keyword in Satzfragmenten zu nutzen. Ab und zu ein "hier klicken" oder "mehr Infos" kann natürlich nicht schaden.

 

  • Auch beim Linkbuilding ist der Content entscheidend. Insofern ist es sinnvoll, seine Inhalte so zu gestalten, dass diese im besten Fall extremen Mehrwert liefern und deswegen FREIWILLIG verlinkt werden. Wo ein solcher Link genau herkommt und ob der follow oder nofollow ist, sollte zunächst nebensächlich sein. Im Zweifel kann man organisch entstandenen Links immer noch nacharbeiten und den Linkgeber höflich um Änderungen bitten.

 

  • Nicht auf den PageRank schielen. Der grüne Balken ist gut für das Ego und natürlich sieht es gut aus, wenn man einen möglichst hohen PageRank hat. Allerdingd gibt es massenweise Beispiele für Seiten, die einen niedrigen PageRank, dafür aber gute Rankings haben. Gleiches gilt für das Gegenteil. Im Linkbuilding sind andere Faktoren, wie zum Beispiel Themenrelevanz oder IP-Pop wichtiger (neben zahlreichen anderen).

 

7.) Linkbuilding Don‘ts

  • Anbieter für automatischen Linkkauf oder Linkktausch meiden. Nur in den seltensten Fällen wird das etwas bringen. Man kann davon ausgehen, dass solche Anbieter auch von Google gemonitored werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass man so entdeckt wird, wenn man Links kauft oder mietet oder verkauft oder vermietet, ist tendenziell höher. Und zudem sein an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Kauf oder Verkauf oder die Miete oder Vermietung von Links natürlich nicht erlaubt ist und gegen die Richtlinien von Google verstößt…

 

  • Ein guter Content Link sollte, wie das Wort schon sagt, aus dem themenrelevanten Inhalt eines Textes kommen. Im Idealfall umgeben mit anderen Wörtern oder Textelementen, die das Thema weiter oder genauer beschreiben. Je spezifischer die thematische Umgebung eines Links ist, desto besser.

 

  • Auf die Position des Links achten. Footer, Sidebar, etc. sollte nach Möglichkeit vermieden werden, wobei Ausnahmen hier auch Sinn machen können und im Zweifel etwas bringen.

 

8.) Linkbuilding Trends

  • Weil durch das Panda Update die Relevanz der Inhalte weiter gestiegen ist, ist wohl davon auszugehen, dass das analog auch für Links geht. Insofern ist es mit Sicherheit von Vorteil, wenn man diesen Grundsatz beherzt und noch mehr als sonst versucht, eine thematische Relevanz herzustellen. Das sollte für jede Art von Link gelten, auch für solche, die auf den ersten Blick vielleicht nicht viel bringen mögen. Beispiel: Ein guter Kommentar in einem Blog kann allein schon durch die Erwähnung eines anderen Inhalts auf einer Seite einen Mehrwert bringen, selbst wenn bei dem Absenderlink des Kommentierenden gar kein Keyword, sondern nur die URL einer Seite genannt wird. Auch hier macht guter Content im Zweifel einen Mehrwert aus.

 

  • Auch das Thema "Local" wird bei Google immer wichtiger. Am Beispiel einer Kampagne in Sachen Linkbuilding für eine Seite bei Google Places kann es daher vermutlich von Vorteil sein, lokal bezogene Links zu generieren, welche zum Beispiel aus Branchenverzeichnissen oder anderen Quellen kommen, die einen lokalen Bezug haben.

 

  • Interne Verlinkung: Dank Panda könnten auch Links innerhalb einer Seite in einem thematischen Bezug auf andere interne Seiten wichtiger sein oder noch werden. Da die interne Verlinkung schon jetzt ein wichtiger Baustein ist, der auf jeden Fall nicht vernachlässigt werden sollte, macht eine Forcierung dieses Aspekts sicherlich Sinn.

 

9.) Twitter Tipps

  • Ob Twitter sich im Konzert der Social Networks nachhaltig wird halten können, kann durchaus bezweifelt werden. Das "mediale Gewitter" bei Twitter ist teilweise so stark, dass man Mühe hat, den Durchblick zu wahren, auch wenn man sich mit Listen organisiert. Insofern macht es auf Twitter ebenfalls immer Sinn, Inhalte mit Mehrwert zu bieten, um eine echte Community aufzubauen. Das kann man erreichen, indem man seine Follower ernst nimmt und auch versucht, kritisch zu sein. Ebenso sollte man auf Kritik reagieren und hier nach Möglichkeit einen Dialog starten. Für Firmen kann Twitter sinnvoll sein, um auf schnell und einfach auf Kundenanfragen zu reagieren (Stichwort: "Customer Support").

 

  • Gern mal gewagte Thesen bringen und provozieren! So kann man bei Twitter Diskussionen anstoßen und dafür sorgen, dass man sich nachhaltig in den Köpfen der anderer Twitterer festsetzt. Dabei ist aber darauf zu achten, nicht allzu plump vorzugehen und niemanden vor den Kopf zu stoßen. Andernfalls wird man schneller als "Troll" oder "Flamer" angesehen, als es einem lieb ist.

 

  • Twitter nicht als Ego-Trip missbrauchen. Selbst wenn man selbst viel zu erzählen hat, ist es sinnvoll, auch passende Inhalte anderer zu verbreiten. Social Media ist keine Einbahnstraße. Niemand wird auf Twitter ernst genommen, wenn man nur über sich selbst oder seine Produkte spricht. Auf der anderen Seite macht es aber auch keinen, ausschließlich als "Retweeter" zu fungieren. In dem Fall handelt man nicht nachhaltig und kann eigene Kompetenzen nicht gut rüberbringen.

 

10.) Facebook Tipps

  • Auch bei Facebook ist es gut, Mehrwert zu bieten. Das bedeutet, nicht einfach die Inhalte einer Website via RSS Feed in die Fanpage zu pumpen. Man sollte hier abgewandelte Inhalte bringen und diese nach Möglichkeit mit weiteren Ergänzungen (wie zum Beispiel Fragen oder Handlungsaufforderungen) präsentieren.

 

  • Interaktion ist bei Facebook das ganz große Thema. Eine Fanpage, auf der keine Interaktion abläuft, ist so gut wie wertlos. Facebook ist kein Ersatz für eine Website, es ist eine Ergänzung. In diesem Sinne bietet Facebook ausgezeichnet Möglichkeiten, über eigentliche Inhalte hinaus mit seinen Lesern in Kontakt zu kommen. Man sollte Fragen stellen, Meinungen abfordern, Diskutieren und so dafür sorgen, dass die Fans immer wieder mit der Fanpage interagieren. So steigt die Chance (Stichwort: "EdgeRank"), dass eigene Inhalte auf der Fanpage in den Timelines der Fans prominenter und länger angezeigt werden.

 

  • Social Plugins sinnvoll einsetzen! Vor allem die Möglichkeit, Facebook Comments für die eigene Website zu nutzen, ist extrem vorteilhaft. So kann man dafür sorgen, dass eine Diskussion direkt auf der Website entsteht. Da die hier abgegebenen Kommentare standardmäßig auch auf den Pinnwänden der Kommentierenden erscheinen, kann man bei geschickter Voregehensweise für eine unglaubliche Reichweitensteigerung sorgen. Und weil die Diskussion themenrelvant ist, funktioniert dieses Prinzip.

 

11.) Social Media Trends

  • Social Media wird immer wichtiger. Jetzt, wo auch Google es mit Google+ scheinbar geschafft hat, einen ernsthaften Schritt in diese Richtung zu machen, werden mittelfristig auch die Suchmaschinenergebnisse immer sozialer werden. Insofern ist Social Media und vor allem Google+ auf jeden Fall einer der ganz großen Trends.

 

  • Authentizität in der Community. Wer sich im Bereich Social Media bewegt, der muss echt sein. Fakes und vorgegaukelte Accounts bringen nichts. Man muss sich um seine Community bemühen und immer wieder Mehrwerte bieten. Diese Notwendigkeiten sind auf jeden Fall als Trend zu bezeichnen. Das Thema "Ehrlichkeit" wird sich in sozialen Netzwerken immer mehr verfestigen und noch mehr als heute wichtig sein.

 

  • Social Media als Vertriebs- und Absatzkanal: Durch die Möglichkeiten, die allein Facebook im Bereich F-Commerce bietet, sind schon heute enorm. Dieser Trend wird sich verstärken. Die Empfehlungen anderer Menschen aus dem eigenen Freundeskreis oder einer Community werden in Zukunft Kaufentscheidungen beeinflussen und Konsumentengruppen mächtiger werden lassen. Als Unternehmen, dass im Internet Waren, Produkte oder Dienstleistungen verkauft, sollte man sich dieser Entwicklung nicht verschließen und sich im Gegenteil darauf konzentrieren, solche Kanäle aktiv für den eigenen Vorteil zu nutzen. Das natürlich immer im Rahmen einer nachhaltigen Strategie in Sachen Social Media.



 

 

 

 

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